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10. Januar 2011: Hüttenromantik am See
Mittwoch, den 23. Februar 2011 um 14:54 Uhr

7. Etappe: Phon Khoun – Nong Tang; Tages-Km:  91; Zeit: 5:54 h; Durchschnitt: 15,97 km/h; Gesamt: 721 km

Heute bin ich recht gut ausgeschlafen. Draußen ist es um 06:30 Uhr schon richtig laut. Es herrscht dicker Nebel und es ist ungemütlich kalt. 

Nach dem Packen verabschieden wir uns von Lisa und Jule. Noch eine Nudelsuppe als Frühstück, muss wohl als Grundlage für den Tag reichen.

Zwei Radfahrer berichten uns, dass die Strecke auch sehr bergig ist und dass Phonsavan 130 km entfernt ist. Nach ca. 90 km soll es aber ein Guesthouse geben. Wir beschließen bis nach Nong Tang zu fahren. Die Nebelfahrt macht nicht wirklich Spaß. Die Anstiege sind heftig steil, aber nicht so schlimm, wie den Tag zuvor. Die Dörfer sind an Einfachheit nicht mehr zu Toppen. Die Menschen sind freundlich, aber recht armselig gekleidet. Nun gut, wir sehen auch nicht besser aus. Nach etlichen Kilometern haben wir den Nebeldunst hinter uns und es zeigt sich wieder die Sonne. Die Sonne verleitet uns wieder kurzärmelig zu fahren. Gegen 15:30 Uhr erreichen wir Nong Tang. Ein etwas gepflegteres Dorf an einem braunem See. Das Guesthouse besteht aus mehreren winzigen, einfachen Holzhütten, ohne Fenster, direkt am See. Ist das nicht Romantik? Drinnen steht nur ein Bett und hinter eine Holztür befindet sich ein Loch und ein Wassereimer. Das ist wohl unser WC. Ich habe mich mittlerweile an die einfachen WC's gewöhnt. Für die Verhältnisse ist es recht sauber. Besser als das Guesthouse in Phon Khoun. Wir nehmen jeder eine Hütte für jew. 5,- Euro (500000 Kip). Duschen können wir draußen, an einem Wasserhahn. Also kippe ich mehrere Schöpflöffel mit kaltem Wasser über mich. Auch daran gewöhnt man sich. Ach, wie freue ich mich auf eine warme Dusche und ein Sitzklo.

Im Ort finden wir ein Restaurant, wo wir leckere Nudelsuppe essen. Die sättigt ungemein. Auf der Terrasse halten wir es nicht lange aus, es wird empfindlich kühl und wir gehen schon um 21:00 Uhr schlafen.

 
09. Januar 2011: Berge bis zum Himmel
Mittwoch, den 23. Februar 2011 um 14:52 Uhr

6. Etappe: Vang Vieng - Phon Khoun; Tages-Km:  108; Zeit: 7:12 h; Durchschnitt: 15 km/h; Gesamt: 627 km; Höhe 1400 m

Ich bin froh, dass ich diese so viel gepriesene Backpacker-Station mit den vielen lauten und betrunkenen Touristen verlassen kann. Lisa und Jule wollen heute ein Teilstück mit dem Bus fahren, denn das Profil bis nach Phon Khoun verspricht Anstiege ohne Ende. Marco und ich wollen mal probieren, ob wir die Anstiege schaffen und wir radeln schon um 08:00 Uhr los. Die Frauen starten etwas später. Mit Marco ist das radeln sehr relaxt. Wir machen mal eine Fotopause oder auch mal einen Stopp, um eine Cola zu trinken bzw. Kekse zu essen. So sind die Pausen nicht zu lange und wir kommen mit einem geringeren Durchschnittstempo schneller an unser Ziel.

Die 60 km bis Kasi waren nur hügelig  und nicht so anstrengend. Gegen Mittag sind wir dort und die Frauen haben uns auch eingeholt. Hier trennen sich wieder unserer Wege, da die Frauen eine längerer Mittagspause machen und später einen Transporter nutzen wollen. 

Kurz nach Kasi beginnt ein 20 km langer Anstieg in die Berge. Die Strassen sind kurvenreich und schlängeln sich an den Bergen herauf. Das Tempo beträgt z.T. nicht mehr als 6 km/h. Hinzu kommt noch die Wärme und wir verbrauchen viel Wasser. Es werden immer weniger Dörfer und die Versorgungslage wird allmählich schwierig. Das heißt also viel Getränke und Verpflegung bunkern, was sich natürlich wieder am Gewicht bemerkbar macht. Ab und an gibt es ordentliche Abfahrten, die wir mit 50 - 60 km/h herunterdüsen. Kurz vor unserem Ziel müssen wir uns weitere 10 km hoch quälen. Wir sind mittlerweile 1400 m hoch. Kurz vor der Dunkelheit um 18:00 Uhr erreichen wir die Straßenkreuzung in Phon Khoun, was auch die eigentliche Ortschaft ist. Hier ist alle sehr einfach. Es ist recht kühl, dreckig und laut. Viele Unterkünfte gibt es nicht und so kommen wir in einem sehr einfachen, dreckigen Guesthouse unter. Die winzigen Zimmer kosten 5,- Euro. Die Toilette zgl. Dusche ist am anderen Ende des Ganges. Eigentlich ist die Toilette nur ein Loch und die Dusche sind Wasserfässer mit einem Schöpflöffel. Natürlich nur kaltes Wasser. Augen zu und durch, ich überschütte mich mit dem kalten Wasser und bin somit sauber. Wäsche waschen fällt heute aus. Lisa und Jule kommen auch wenig später an. Sie wurden hochgefahren. In einem Restaurant (alles offen) zieht es und wir essen eine Nudelsuppe, dann  noch ein Reisgericht und so sind die Kohlenhydratspeicher wieder aufgefüllt. Wir verabreden die kommenden Tage. Lisa und Jule wollen nach Luang Prabang, welches noch 140 km weiter nördlich liegt. Notfalls wollen sie wieder diverse Transportmöglichkeiten nutzen. Marco und ich wollen weiter in den Bergen fahren und wir suchen uns eine Strecke nach Phonsavan aus. Keine Ahnung, was uns auf dieser Strecke erwartet. Die Temperaturen sind schon empfindlich kühl, um die 12 Grad.

Heute gehen wir bei Zeiten schlafen. Der Tag war doch ganz schön anstrengend.


 
08. Januar 2011: Ballermannfeeling in Laos
Mittwoch, den 23. Februar 2011 um 14:51 Uhr

5. Etappe: Ban Keun-Vang Vieng; Tages-Km:  133; Zeit: 6:23h; Durchschnitt: 20,85 km/h; Gesamt: 518

Heute geht es mal um 08:00 Uhr los. Mit 22 Grad kommt es uns schon verdammt kühl vor.

Bald bekommen wir einen ersten Vorgeschmack, wie hier die Berge sind und wir kommen endlich mal ins Schwitzen berghoch. Doch das ist wohl eine Kleinigkeit, im Verhältnis, was uns in den nächsten Tagen erwartet.

Für unsere Pausen suchen wir uns immer in einem Dorf einen Shop aus, wo wir sitzen können und mit der Familie herumalbern können.

Kaufen wir uns eine Melone oder sonst eine Frucht, schneiden sie uns diese fachgerecht auf. Was gibt es schöneres.

Nach 80 km kommt plötzlich Marco, wie aus dem Nichts, angeradelt. Er sagt, dass er heute von Vientiane durchgeradelt sei. Dies ist jedoch eine andere, kürzere Strecke, auf Asphalt. Doch die vielen Kilometer und der stressige  Verkehr hatten es bestimmt in sich. Wahnsinn!! Es ist beruhigend, dass es ihm wieder besser geht. Doch was er hatte, weiß er nicht. Er ist nicht noch mal zum Arzt gegangen, weil die Probleme weg waren.

Um 17:00 Uhr erreichen wir Vang Vieng und suchen uns eine Unterkunft. Hier ist es sehr touristisch. Hat schon was von Ballermannfeeling. Jugendliche laufen grölend mit Bierbüchsen durch die Straßen, an den Ecken werden Drogen angeboten und aus allen Ecken dröhnt laute Musik. Ich bin froh, wenn ich morgen wieder weg bin


 
07. Januar 2011: Der Alptraum und die Traumhochzeit
Mittwoch, den 23. Februar 2011 um 14:49 Uhr

4. Etappe: Vientiane- Ban Keun; Tages-Km: 60

In der Nacht war an Schlaf kaum zu denken. Marco hatte wohl Durchfall und rannte immer auf's Klo. Ich bin dann doch mal eingeschlafen (vielleicht 3 h) und werde um 06:30 Uhr von Marco geweckt. Er erzählt mir, dass er im Krankenhaus war. Ich dachte, es wäre ein Traum und frage immer nach: "Was, du warst im Krankenhaus oder willst du dorthin?"

Es war aber kein Traum. Marco sein Magen rebellierte und der Weg zu einem Arzt war notwendig. Er erzählte, dass er im Krankhaus  abgehorcht wurde, der Blutdruck wurde gemessen, der Bauch abgetastet und schon war eine Wald- und Wiesendiagnose parat. Man sagte ihm, er hätte eine Entzündung und müsste unzählige Tabletten schlucken. Die er aus der Apotheke holte. Übrigens konnten die Ärzte kaum Englisch. Nun war Marco richtig beunruhigt und beschloss erst mal in Deutschland anzurufen, um zu erfahren, was für Chemie er bekommen hat. Weiterhin wollte er erst mal für ein paar Tage in Vientiane bleiben und sich notfalls in Thailand behandeln lassen (dort gibt es bessere Ärzte). Nachdem heute jeder für sich Frühstück organisiert hat (geht schneller), sind Lisa, Jule und ich um 09:45 Uhr aufgebrochen. Eigentlich auch wieder ziemlich spät, aber für geplante 90 km "ausreichend".

Der Weg raus aus dieser Stadt ist nicht einfach zu finden, weil es keine ordentliche Ausschilderung gibt.

Jule hat ein Problem mit ihrem Rad, es knackt. Ich mache also eine Runde damit und kann ausschließen, dass es das Tretlager ist.

Jule kommt mit meinem Rad nach und hat vergessen den Spannriemen abzumachen, den ich immer in die Speichen meines Vorderrades hänge, wenn ich anhalte,  damit der Lenker nicht herumschlägt.

Toll! Zum Glück war keine Speiche gebrochen. Jetzt muss ich den verleierten Gurt aus meinem Vorderrad herauslösen. Nachdem es erledigt ist, sind wir noch ein Stück gefahren, dann war Jule's Rad nicht mehr zu bewegen. In einer Mopedwerkstatt gibt es das richtige Werkzeug und einen behilflichen Monteur. Nach 30 Minuten ist wieder alles in Ordnung und die Tour kann weiter gehen. Wir sind ja erst 12 km gefahren.

Aus Vietiane raus wird es ruhiger und die Dörfer werden immer schöner. Die Menschen sind noch freundlicher, als in Thailand, man hält es kaum für möglich. Irgendwann ist die Asphaltstraße zu Ende und es geht weiter auf unbefestigten Lehmpisten. Mit einer Fähre aus Bambus setzen wir über einen Fluss. Die Landschaft ist traumhaft schön. Die Menschen rufen ständig Sawaidee und winken. Vor allem die vielen Kinder. An jeder Straßenkreuzung müssen wir uns durchfragen und bekommen z.T. verwirrende Auskünfte. Aber wir kommen doch an unser Ziel, in Ban Keun an. Jetzt gibt es auch wieder eine Asphaltstrasse.

Auf Grund des enormen Zeitverzuges, es ist schon 15:30 Uhr, bleiben wir nach 60 km hier in Ban Keun.  Unser eigentliches Ziel, der größte Süßwassersee von Laos, ist noch 30 km entfernt und die Strassen dorthin sollen auch nicht die besten sein.

Das einzige Guesthouse ist einfach, aber schön. Die Frauen wollen auf dem Markt und ich putze mein Rad, wasche meine Sachen und fahre dann  durch den Ort auf der Suche nach was Essbaren. Touristen scheint es hier nicht zu geben und entsprechend ist die Verständigung. Aber irgendwie bekomme ich ein tolles laotisches Gericht (Suppe, Reis mit Schweinefleisch und Gemüse). Es schmeckt wirklich lecker. Danach werde ich noch von einer Familie eingeladen, die dort auch essen. Viel brauchte ich aber nicht mehr. Es ist aber interessant, wie hier gespeist wird (mit Fingern und Stäbchen). Die Kinder haben wohl noch niemals einen Falang (Langnase) gesehen und schauen mich unentwegt an. Als ich nach dem Essen in der Unterkunft zurück bin, ist dort eine Hochzeitsfeier. Mein Traum, von einer Einladung zu einer exotischen Hochzeitsfeier geht in Erfüllung. Jule kommt auch mit. Wir bekommen erklärt, dass dieses Fest, einen Tag vor der eigentlichen Vermählung stattfindet. Es gibt reichlich zu essen (Fleisch, Fisch und Klebereis). Ich bekomme eine Einweisung in die Handhabung von Stäbchen und trinke mit den Männern Bier. Die trinken es mit Eiswürfeln, welch eine Verunreinigung. Ich kann gar nicht alles aufschreiben, das würde den Rahmen sprengen. Gegen 23:00 Uhr verabschieden wir uns höflich und ich kann endlich ordentlich ausschlafen.


 
06. Januar 2011: Good Buye Thailand! Welcome in Lao
Mittwoch, den 23. Februar 2011 um 14:48 Uhr

3. Etappe: Ban Phu - Vientiane (Laos); Tages-Km: 82; Durchschnitt: 20,3 km/h; Gesamt: 320 km

Heute gönnen wir uns mal einen Ausschlaftag und so sind wir erst um 09:00 Uhr aufgestanden. Als ich  mein Ohropax rausziehe, höre ich ohrenbetäubende, laute Musik vom Markt, unterhalb unseres Fensters. Na was gibt es schöneres am frühen Morgen. Dann geht  es wieder auf die Suchen nach etwas zu Essen. Das ist gar nicht so einfach mit 4 Leuten und man vergeudet viel kostbare Zeit. Heute gibt es zum Frühstück Reis, Ei und Gemüse, dazu noch Eiscafe aus der Büchse und so sind wir gut gestärkt.

Ziemlich spät, kurz vor Mittag geht es dann auch endlich los und wir fahren nach Norden zum Mekong, nach Tha Bo. Von dort fahren wir weiter nach Osten, direkt am Mekong entlang. Hier ist die Landschaft wieder ganz anders. Die Häuser sieht man fast gar nicht, so viele Palmen, Bananenstauden und anderes Grünzeug  verdecken diese. Wir machen Wettfahrten mit überladenen Motorrädern und grüßen fein links und rechts. Nach ca. 60 Kilometern erreichen wir die Freundschaftsbrücke …., welches ein Grenzübergang zwischen Thailand und Laos ist. Die Kontrolle ist nicht sonderlich interessant und geht recht zügig vonstatten. Jetzt haben wir also Thailand verlassen, das Land mit den vielen lächelnden und freundlichen Menschen. Wir sind also gespannt, wie es hier in Laos wird.

Die fast 20 km bis in die Innenstadt von Vientiane sind staubig, laut und anstrengend. Schön ist etwas anderes. Im Stadtzentrum machten wir eine Pause und wollen uns danach auf die Suche nach einer Unterkunft machen. Es sei nämlich erwähnt, dass wir heute 82 km ohne großen Essorgien durchfahren konnten. Hier und da etwas Banane, Kekse und viel Wasser bzw. Cola, das kann auch reichen. Immerhin haben wir heute Morgen auch lange getrödelt.

Wie es der Zufall so will, ist unser Restaurant, wo wir sitzen, auch ein Hotel und die Zimmer, für jew. 12,- €, gefallen uns.

Ein Tuck-Tuck bringt uns ins Zentrum, wo wir uns die Zeit mit  Touristen beobachten, essen, einkaufen und  Geld ziehen vertreiben. Die Stadt ist nicht gerade reizvoll und interessant, wie man es sich für eine Hauptstadt Vorstellt. So kommen wir heute dazu, zeitig schlafen zu gehen.



 
05. Januar 2011: Hotel „Zum Marktplatz“
Donnerstag, den 17. Februar 2011 um 11:42 Uhr

2. Etappe: Non Sang- Ban Phu; Tages-Km: 128; Durchschnitt: 21,49 km/h; Zeit: 5:57 h

Heute stehen wir um  07:30 Uhr auf.  Es sollen heute mehr als 100 km werden. 

Nachdem alles verpackt ist, frühstücken wir wieder in dem edlen Restaurant vom Abend.  

Hier bekommen wir heißes Wasser für unser Kaffeepulver und die gleichen Gerichte, wie am Vorabend. Man hat sich also an uns erinnert und sie wissen noch, was wir gegessen haben.

Es ist eben nur eine Kopfsache, gleich am Morgen mit Suppe zu starten, als mit Brötchen und Marmelade. Nach der Stärkung fahren wir bei angenehmen 25 ° C in Richtung Norden. 

Die Dörfer sind einfach, aber hübsch. Die Menschen winken uns zu und wollen bei jeder Gelegenheit wissen, woher wir kommen und wohin wir fahren.

Irgendwann haben wir 75 km weg und es ist schon 15:00 Uhr, also nur noch 3 Stunden bis zur Dunkelheit. Wir haben noch mehr ca. 50 km vor uns. Jetzt gibt es nur noch zwei Möglichkeiten, entweder die 50 Kilometer ohne Pausen herunterspulen oder die Dunkelheit in Kauf nehmen. 

Wir haben uns für die erste Option entschieden und fahren durch die ländliche Gegend bis nach Ban Phu. Die restlichen Kilometer haben wir in 2 Stunden geschafft und es war noch hell. 

Ban Phu ist eine kleinere Stadt ca. 40 km von der Grenze zu Laos entfernt. Heute haben wir 128 km auf unserem Tacho stehen.

Auch hier gibt es keine Touristen und entsprechend wenig Unterkünfte. Also fragen wir in einem Shop nach einem Hotel (Bilder zum Zeigen überwinden alle Sprachschwierigkeiten). Die Tochter kann einige Brocken Englisch und sagt, dass sie mit ihrem Motorroller vorne weg fährt und uns ein Hotel zeigt. Wir sind von dieser selbstverständlichen Hilfsbereitschaft wieder mal überrascht. Na dann mal hinterher. Einige Straßen weiter fährt sie auf einen belebten, überdachten Markt, wo es alles gibt, was der Thailänder isst. Es riecht nach rohem Fleisch, Gewürzen und Abfall. Mitten auf dem Markt gibt es tatsächlich ein Hotel. 

Das Doppelzimmer kostet dort ca. 4,50 € pro Nase. Die Zimmer und vor allem das Bad sind größer und besser, als in dem gestrigen Hotel. Und wir haben auch einen Balkon, mit Blick auf den Markt. Die Räder dürfen wir in das Zimmer nehmen. 

Für uns ist es schon Luxus, da wir nicht mit einer vergleichbaren Unterkunft gerechnet haben.

Als wir geduscht haben, wollen wir noch schnell über den Markt schlendern, bevor alles abgebaut wird und dann erst essen gehen.

Der Markt ist super, aber auch gewöhnungsbedürftig. Dort liegen gehäutete, aufgeschnittene Ratten. Das schönste ist aber ein Stand, mit gerösteten Krabbel- und anderen Insekten. 

Als uns die Leute bemerken, wollen sie unbedingt sehen, wie wir Europäer auf diese Köstlichkeiten reagieren. Sie halten uns Löffel mit diesen gerösteten, nicht so lecker aussehenden Kleintieren hin. Es kommen immer mehr Schaulustige hinzu. Was soll’s, wir wollen nicht unser Gesicht verlieren, überwinden den Ekel und probieren zunächst eine geröstete, dicke Raupe. Was soll ich sagen, es schmeckt. Dann gibt es noch knusprig, gebratene Grillen. Die sind sogar noch leckerer. Kann ich mir sogar gut als Ersatz von Chips, vor dem Fernseher vorstellen.

Nach dieser kleinen Stärkung und vielen lachenden Thais,  sind wir auf die Suche nach einer Garküche gegangen.

Dieses Mal half uns niemand mit englischen Sprachkenntnissen. Das Zeigen auf die Zutaten und ein Wörterbuch „Thai“ bringen die fleißigen Köche dazu, uns ein Essen zu zaubern. Das Essen und ein Getränk kosten pro Nase 2,-€.

Nach dem Internetcafe gehen wir  schnurstracks zu unserem Hotel mit Marktanschluss. Wir sind schon richtig müde. Doch vor dem Eingang zum Markt hören wir laute, dröhnende Musik und talentlose Sänger, die in dieser Karaoke-Bar entdeckt werden wollen. Also beschließen wir später schlafen zu gehen und machen noch einen Stopp in dieser Bar. 

Ich weiß gar nicht, ob sie uns für Dieter Bohlen und Co. hielten oder ob wir nur zu komisch aussehen, auf jeden Fall fangen die Teenis alle an zu jubeln, als wir den Saal betreten. 

Es war unglaublich lustig, diesen jungen "Künstlern" zuzuhören. Doch es war kein richtiges Talent dabei.

Auf jeden Fall ist der Spaß zu schnell vorbei und wir wollen auch schon gehen. Eine Kellnerin, sie spricht Englisch unterhält sich mit uns. Am Ende bekommen wir geröstete Grillen und komisch aussehende, schwarze Eier serviert. Was soll’s, wird schon genießbar sein und ich koste alles ganz tapfer. Es schmeckt auch sehr gut und ich lebe noch.

Irgendwann treten wir doch den Rückweg an und wir kommen zu unserer wohlverdienten Nachtruhe.

 
04. Januar 2011: Hot Chili
Donnerstag, den 17. Februar 2011 um 11:38 Uhr

1. Etappe: Khon Kaen - Non Sang; Tages-Km:  96; Durchschnitt: 20,5 km/h; Zeit: 4:45h

Mit 3,5 Stunden Verspätung kommen wir in Khon Kaen an. Niemand konnte uns so richtig sagen, wie wir zu unseren Rädern kommen. Der Zug hätte wohl eine Haltezeit von 3 Minuten, wo wir uns bei der Aufsicht melden sollen. Jedoch gibt es dort  keine Aufsicht und so wird auch schon das Abfahrtssignal gegeben. Oh Schreck, jetzt kommt kurzeitig Panik auf...wo sind die Räder?  Nach kurzer Anschwitzphase, sehen wir die Räder am anderen Ende des Bahnsteiges, unbeschadet stehen. 

Fazit: Der Service ist gut, nur die Verständigung passt nicht immer. Englisch sprechen nicht viele.

Nachdem alles verpackt und Reisefertig ist, geht es los. Erst mal Frühstück einnehmen. Doch so viel gibt es hier nicht und so begnügen wir uns mit etwas Toast und Bohnen. Das soll „English Breakfest“ sein. Nach einem kleinen Umweg, finden wir aus dieser großen Stadt heraus. Uns stehen 40 km Autobahn bevor. Hier ist eben alles möglich. Die Polizisten winken uns auch freundlich zu. Die Fahrt ist natürlich nicht so schön und aufregend. Viele Autos, bedeutet Lärm und Abgase. Die Randstreifen sind sehr breit und so müssen wir auch nicht auf der Fahrbahn fahren. 

Nach 40 km kommen wir endlich zum Abzweig 2109 in Richtung Loei. Hier, bei einem kleinen Imbiss, machen wir auch gleich eine Pause. Es gibt Hühnchen (nur Lisa und ich), Klebereis und einen scharfen Papaya-Salat (der bestand wohl zur  Hälfte aus Chili). So kam es  uns vor und wir konnten diesen unmöglich aufessen. Eine kurze Bergetappe und schöne Landschaften entschädigten uns für die Strapazen auf der Autobahn. 

Trotz der Hitze und dem Schlafentzug, schaffen wir heute 96 km und sind in Non Sang, im Nordosten Thailands. In diesem Ort gibt es keine Touristen und alles ist sehr einfach. Bei der Polizei haben wir nach einer Unterkunft gefragt. Prompt wollen sie uns und die Räder auf einen Pick Up verladen und zu einem Hotel fahren. Die Idee war uns aber doch zu aufwendig, also fährt ein Polizist im Unterhemd, aber immerhin mit Dienstwaffe, auf seinem Motorrad vorne weg und führt uns zu einem Hotel. Eigentlich sind es nur ein paar Bungalows, mit kleinem Bad (da ist alles drin, Toilette, Dusche und Waschbecken). Nach dem Duschen schwimmt das Bad, aber wir sind endlich wieder sauber. Pro Person zahlen wir ca. 5,50 €.

Wir sind auf alle Fälle sehr von der Gastfreundschaft und den freundlichen Menschen angetan. Die Sprachschwierigkeiten sind nicht wirklich ein Problem. Nach dem Internetcafe suchen wir ein Restaurant. Ja, der Hunger ist jetzt riesengroß. Doch viel Auswahl haben wir hier nicht. Es bleibt uns nichts anderes übrig eines dieser vielen Garküchen aufzusuchen. Das Glück ist uns wieder mal hold. Darin sitzt eine Thailänderin, die Englisch spricht und gleich alles managt. Doch so einfach machen wir es ihr nicht. Von wegen einfach mal vier Gericht bestellen und fertig. Nein, Marco und Jule sind Vegetarier. Sie hat gleich alles "verstanden" und fragt nach: „Kein Hühnchen und auch kein Schwein?“ Genau so sollte es für die beiden sein. Also nimmt sie beiden mit und zeigt typisch vegetarische Zutaten...z.B. Beef (Rind). Aber das lehnten die beiden ab. Kann ich gar nicht verstehen. Vielleicht hat die Frau gedacht Kühe ernähren sich doch nur von Gras und sind auch Vegetarier. Hier in Thailand sind die so abgemagert, dass man nicht wirklich von Fleisch sprechen kann.

Nun gut, es hat alles geklappt. Lisa und ich bekommen eine Nudelsuppe mit Hühnerfleisch und die beiden bekommen Reis und so eine Masse aus grünen Blättern mit Soße. Geschmeckt hat uns sehr gut. Nach dem Abendmahl fahren wir zurück in unser "Ressorthotel". Die Hunde haben mächtig viel Spaß uns zu erschrecken. Wir sitzen noch einige Stunden draußen, quatschen und genießen die angenehme Abendwärme.

Mit viel Verspätung (3,5 h) kamen wir in Khon Kaen an. Niemand konnte uns so richtig sagen, wie wir zu unseren Rädern kommen. Der Zug hätte wohl eine Haltezeit von 3 Minuten, wo wir uns bei der Aufsicht melden sollten. Dort gab es aber keine Aufsicht und so wurde auch schon das Abfahrtssignal gegeben. Oh Schreck, jetzt kam kurzeitig Panik auf ... wo sind die Raeder?

Nach kurzer Anschwitzphase, sahen wir diese dann am anderen Ende, unbeschadet stehen. Fazit, der Service, ist gut, nur die Verständigung passt nicht immer. Englisch sprechen nicht viele.

Nachdem alles verpackt und reisefertig war, ging es los. Erst mal Frühstück einnehmen. Doch so viel gab es nicht und so begnügten wir uns mit etwas Toast und Bohnen. Nach einem kleinen Umweg, fanden wir aus dieser großen Stadt heraus. Uns standen 40 km Autobahn bevor. Hier ist alles möglich. Die Polizisten winkten uns auch freundlich zu. Die Fahrt war natürlich nicht so schön und aufregend. Nach den 40 km kamen wir endlich zu unseren Abzweig in Richtung LOI. Hier kehrten wir gleich am Straßenrand ein und aßen Hühnchen, Klebereis und einen scharfen Salat (war aber nur die Hälfte Chilli drin). Eine kurze Bergetappe und eine schöne Landschaft entschädigten uns für die Strapazen auf der Autobahn. Trotz der Hitze und dem Schlafentzug, schafften wir heute 96 km und sind jetzt in Non Sang, im Nordosten Thailands. In diesem Ort gibt es keine Touristen und alles ist sehr einfach. Bei der Polizei haben wir nach einer Unterkunft gefragt. Prompt wollten sie uns und die Raeder auf einen Pickup verladen und zu einem Hotel fahren. Die Idee war uns aber doch zu aufwendig, also fuhr ein Polizist in Unterhemd, aber Dienstwaffe auf seinem Motorrad vorne weg und zeigte uns das Hotel. Eigentlich sind es nur ein paar Bungalows, mit kleinem Bad (da ist alles drin, Toilette, Dusche und Waschbecken). Nach dem Duschen schwimmt das Bad, aber wir waren endlich wieder sauber. 

Pro Person zahlen wir ca. 5,50 EUR. Jetzt werden wir uns in einem typisch, thailändischen, lokalen Restaurant stärken.

Morgen wollen wir in Richtung Grenze zu Laos fahren und noch eine Nacht in Thailand verbringen.

Wir sind auf alle Fälle sehr von der Gastfreundschaft und den freundlichen Menschen angetan. Die Sprachschwierigkeiten sind nicht wirklich ein Problem. Da habe ich ja genügend Erfahrung in Sachsen sammeln können ... nee war ein Joke.

Lasst es euch gut gehen, wir machen es auch. ...

Nach dem Internetcafe sind wir in diesem Dorf..Stadt? auf die Suche nach einem Restaurant gegangen. Hunger hatten wir mächtig. Es blieb uns aber nichts anderes übrig eines dieser vielen Garküchen aufzusuchen. Das Glück war uns wieder hold. Darin saß eine Thailänderin, die Englisch konnte und gleich alles managte. Doch so einfach machten wir es ihr nicht, denn Marco und Jule sind Vegetarier. Sie hatte gleich alles "verstanden" und sagte: kein Hühnchen und auch kein Schwein? Genau so sollte es für die beiden sein. Also nahm sie beiden mit und zeigte typisch vegetarische Zutaten ... Beef (Rind). Auch das lehnten die beiden ab. Kann ich garnicht verstehen. Vielleicht hat die Frau gedacht Kühe ernähren sich doch nur von Gras und sind auch Vegetarier. Hier in Thailand sind die auch so abgemagert, dass man nicht erwartet, dass da wirklich Fleisch dran ist.

Nun gut, es hat alles geklappt. Lisa und ich bekamen eine Nudelsuppe mit Hühnerfleisch und die beiden bekamen Reis und so eine Masse aus grünen Blättern mit Soße. Geschmeckt hat alles sehr gut. Nach dem Abendmahl sind wir in unser "Resort" zurück  gefahren. Die Hunde hatten mächtig viel Spass uns zu erschrecken. Wir saßen noch bei 2 Bier einige Stunden draußen quatschten und haben die Abendwärme genossen.

 
03. Januar 2011: Eine Zugfahrt, die ist lustig
Donnerstag, den 17. Februar 2011 um 11:30 Uhr

Die erste Nacht in Bangkok, haben wir gut geschlafen. Wir sind heute erst um 09:00 Uhr wach geworden. Nach dem Frühstück erkundigen wir uns auf dem Bahnhof, wo unser Zug heute Abend abfährt.

Danach wollen wir die Stadt erkunden. Mein Vorschlag, die Stadt mit dem Rad zu erkunden, stößt nicht gleich auf Gegenliebe. Doch wir wollen es probieren. 

Das ist der Wahnsinn! Der Linksverkehr macht die Radfahrt noch amüsanter. Trotz starkem Verkehr kommen wir überall problemlos durch. Die nehmen richtig Rücksicht und wir werden immer mutiger. Nach dem Besuch in einem Kloster und dem Blick auf den Königspalast fahren wir zurück, in unser Hostel. 

Heute waren es 20 Kilometer. Für uns ein erstes Abenteuer und ein guter Test, ob die Räder auch gut funktionieren.  Im Hostel duschen wir uns noch, packen unsere Räder und fahren zum Bahnhof „Hua Lamphong“. Der Bahnhof ist ein sogenannter „Sackbahnhof“ und zgl. der Hauptbahnhof von Bangkok. Von hier fahren  alle Züge ab. Das Eisenbahnnetz in Thailand ist nicht so groß, wie in Deutschland. Die Strecken führen sternförmig zu den wichtigsten Städten des Landes.

Pünktlich, eine Stunde vor Abfahrt des Zuges, sind  wir im Bahnhof und müssen noch eine Fahrradkarte kaufen. Dann geben wir die Räder in unserem Zug nach Khon Kaen, in einem Gepäckwagen ab.

Das Abenteuer Zugfahrt kann beginnen. Schon in Deutschland hatten wir uns via Internet Tickets für den Nachtzug, in der 2. Klasse besorgt. In dem Wagen haben wir jeweils einen Liegeplatz, der von einem Stewart bezogen wird, wenn wir es wollen. Essen bekommen wir auch serviert. Zu den sanitären Anlagen gebe ich lieber keine Beschreibung ab. 

Der Zug fährt pünktlich ab. Man kann es kaum beschreiben. Es wackelt und rumpelt unentwegt. Besonders schnell war der Zug auch nicht gerade. Irgendwann lassen wir unsere Betten beziehen. Vorhang und Augen zu, aber so richtig schläft man nicht ein. Auf einem Schiff, ist es bei Sturm bestimmt ruhiger.

 
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