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06. Januar 2011: Good Buye Thailand! Welcome in Lao
Mittwoch, den 23. Februar 2011 um 14:48 Uhr

3. Etappe: Ban Phu - Vientiane (Laos); Tages-Km: 82; Durchschnitt: 20,3 km/h; Gesamt: 320 km

Heute gönnen wir uns mal einen Ausschlaftag und so sind wir erst um 09:00 Uhr aufgestanden. Als ich  mein Ohropax rausziehe, höre ich ohrenbetäubende, laute Musik vom Markt, unterhalb unseres Fensters. Na was gibt es schöneres am frühen Morgen. Dann geht  es wieder auf die Suchen nach etwas zu Essen. Das ist gar nicht so einfach mit 4 Leuten und man vergeudet viel kostbare Zeit. Heute gibt es zum Frühstück Reis, Ei und Gemüse, dazu noch Eiscafe aus der Büchse und so sind wir gut gestärkt.

Ziemlich spät, kurz vor Mittag geht es dann auch endlich los und wir fahren nach Norden zum Mekong, nach Tha Bo. Von dort fahren wir weiter nach Osten, direkt am Mekong entlang. Hier ist die Landschaft wieder ganz anders. Die Häuser sieht man fast gar nicht, so viele Palmen, Bananenstauden und anderes Grünzeug  verdecken diese. Wir machen Wettfahrten mit überladenen Motorrädern und grüßen fein links und rechts. Nach ca. 60 Kilometern erreichen wir die Freundschaftsbrücke …., welches ein Grenzübergang zwischen Thailand und Laos ist. Die Kontrolle ist nicht sonderlich interessant und geht recht zügig vonstatten. Jetzt haben wir also Thailand verlassen, das Land mit den vielen lächelnden und freundlichen Menschen. Wir sind also gespannt, wie es hier in Laos wird.

Die fast 20 km bis in die Innenstadt von Vientiane sind staubig, laut und anstrengend. Schön ist etwas anderes. Im Stadtzentrum machten wir eine Pause und wollen uns danach auf die Suche nach einer Unterkunft machen. Es sei nämlich erwähnt, dass wir heute 82 km ohne großen Essorgien durchfahren konnten. Hier und da etwas Banane, Kekse und viel Wasser bzw. Cola, das kann auch reichen. Immerhin haben wir heute Morgen auch lange getrödelt.

Wie es der Zufall so will, ist unser Restaurant, wo wir sitzen, auch ein Hotel und die Zimmer, für jew. 12,- €, gefallen uns.

Ein Tuck-Tuck bringt uns ins Zentrum, wo wir uns die Zeit mit  Touristen beobachten, essen, einkaufen und  Geld ziehen vertreiben. Die Stadt ist nicht gerade reizvoll und interessant, wie man es sich für eine Hauptstadt Vorstellt. So kommen wir heute dazu, zeitig schlafen zu gehen.



 
05. Januar 2011: Hotel „Zum Marktplatz“
Donnerstag, den 17. Februar 2011 um 11:42 Uhr

2. Etappe: Non Sang- Ban Phu; Tages-Km: 128; Durchschnitt: 21,49 km/h; Zeit: 5:57 h

Heute stehen wir um  07:30 Uhr auf.  Es sollen heute mehr als 100 km werden. 

Nachdem alles verpackt ist, frühstücken wir wieder in dem edlen Restaurant vom Abend.  

Hier bekommen wir heißes Wasser für unser Kaffeepulver und die gleichen Gerichte, wie am Vorabend. Man hat sich also an uns erinnert und sie wissen noch, was wir gegessen haben.

Es ist eben nur eine Kopfsache, gleich am Morgen mit Suppe zu starten, als mit Brötchen und Marmelade. Nach der Stärkung fahren wir bei angenehmen 25 ° C in Richtung Norden. 

Die Dörfer sind einfach, aber hübsch. Die Menschen winken uns zu und wollen bei jeder Gelegenheit wissen, woher wir kommen und wohin wir fahren.

Irgendwann haben wir 75 km weg und es ist schon 15:00 Uhr, also nur noch 3 Stunden bis zur Dunkelheit. Wir haben noch mehr ca. 50 km vor uns. Jetzt gibt es nur noch zwei Möglichkeiten, entweder die 50 Kilometer ohne Pausen herunterspulen oder die Dunkelheit in Kauf nehmen. 

Wir haben uns für die erste Option entschieden und fahren durch die ländliche Gegend bis nach Ban Phu. Die restlichen Kilometer haben wir in 2 Stunden geschafft und es war noch hell. 

Ban Phu ist eine kleinere Stadt ca. 40 km von der Grenze zu Laos entfernt. Heute haben wir 128 km auf unserem Tacho stehen.

Auch hier gibt es keine Touristen und entsprechend wenig Unterkünfte. Also fragen wir in einem Shop nach einem Hotel (Bilder zum Zeigen überwinden alle Sprachschwierigkeiten). Die Tochter kann einige Brocken Englisch und sagt, dass sie mit ihrem Motorroller vorne weg fährt und uns ein Hotel zeigt. Wir sind von dieser selbstverständlichen Hilfsbereitschaft wieder mal überrascht. Na dann mal hinterher. Einige Straßen weiter fährt sie auf einen belebten, überdachten Markt, wo es alles gibt, was der Thailänder isst. Es riecht nach rohem Fleisch, Gewürzen und Abfall. Mitten auf dem Markt gibt es tatsächlich ein Hotel. 

Das Doppelzimmer kostet dort ca. 4,50 € pro Nase. Die Zimmer und vor allem das Bad sind größer und besser, als in dem gestrigen Hotel. Und wir haben auch einen Balkon, mit Blick auf den Markt. Die Räder dürfen wir in das Zimmer nehmen. 

Für uns ist es schon Luxus, da wir nicht mit einer vergleichbaren Unterkunft gerechnet haben.

Als wir geduscht haben, wollen wir noch schnell über den Markt schlendern, bevor alles abgebaut wird und dann erst essen gehen.

Der Markt ist super, aber auch gewöhnungsbedürftig. Dort liegen gehäutete, aufgeschnittene Ratten. Das schönste ist aber ein Stand, mit gerösteten Krabbel- und anderen Insekten. 

Als uns die Leute bemerken, wollen sie unbedingt sehen, wie wir Europäer auf diese Köstlichkeiten reagieren. Sie halten uns Löffel mit diesen gerösteten, nicht so lecker aussehenden Kleintieren hin. Es kommen immer mehr Schaulustige hinzu. Was soll’s, wir wollen nicht unser Gesicht verlieren, überwinden den Ekel und probieren zunächst eine geröstete, dicke Raupe. Was soll ich sagen, es schmeckt. Dann gibt es noch knusprig, gebratene Grillen. Die sind sogar noch leckerer. Kann ich mir sogar gut als Ersatz von Chips, vor dem Fernseher vorstellen.

Nach dieser kleinen Stärkung und vielen lachenden Thais,  sind wir auf die Suche nach einer Garküche gegangen.

Dieses Mal half uns niemand mit englischen Sprachkenntnissen. Das Zeigen auf die Zutaten und ein Wörterbuch „Thai“ bringen die fleißigen Köche dazu, uns ein Essen zu zaubern. Das Essen und ein Getränk kosten pro Nase 2,-€.

Nach dem Internetcafe gehen wir  schnurstracks zu unserem Hotel mit Marktanschluss. Wir sind schon richtig müde. Doch vor dem Eingang zum Markt hören wir laute, dröhnende Musik und talentlose Sänger, die in dieser Karaoke-Bar entdeckt werden wollen. Also beschließen wir später schlafen zu gehen und machen noch einen Stopp in dieser Bar. 

Ich weiß gar nicht, ob sie uns für Dieter Bohlen und Co. hielten oder ob wir nur zu komisch aussehen, auf jeden Fall fangen die Teenis alle an zu jubeln, als wir den Saal betreten. 

Es war unglaublich lustig, diesen jungen "Künstlern" zuzuhören. Doch es war kein richtiges Talent dabei.

Auf jeden Fall ist der Spaß zu schnell vorbei und wir wollen auch schon gehen. Eine Kellnerin, sie spricht Englisch unterhält sich mit uns. Am Ende bekommen wir geröstete Grillen und komisch aussehende, schwarze Eier serviert. Was soll’s, wird schon genießbar sein und ich koste alles ganz tapfer. Es schmeckt auch sehr gut und ich lebe noch.

Irgendwann treten wir doch den Rückweg an und wir kommen zu unserer wohlverdienten Nachtruhe.

 
04. Januar 2011: Hot Chili
Donnerstag, den 17. Februar 2011 um 11:38 Uhr

1. Etappe: Khon Kaen - Non Sang; Tages-Km:  96; Durchschnitt: 20,5 km/h; Zeit: 4:45h

Mit 3,5 Stunden Verspätung kommen wir in Khon Kaen an. Niemand konnte uns so richtig sagen, wie wir zu unseren Rädern kommen. Der Zug hätte wohl eine Haltezeit von 3 Minuten, wo wir uns bei der Aufsicht melden sollen. Jedoch gibt es dort  keine Aufsicht und so wird auch schon das Abfahrtssignal gegeben. Oh Schreck, jetzt kommt kurzeitig Panik auf...wo sind die Räder?  Nach kurzer Anschwitzphase, sehen wir die Räder am anderen Ende des Bahnsteiges, unbeschadet stehen. 

Fazit: Der Service ist gut, nur die Verständigung passt nicht immer. Englisch sprechen nicht viele.

Nachdem alles verpackt und Reisefertig ist, geht es los. Erst mal Frühstück einnehmen. Doch so viel gibt es hier nicht und so begnügen wir uns mit etwas Toast und Bohnen. Das soll „English Breakfest“ sein. Nach einem kleinen Umweg, finden wir aus dieser großen Stadt heraus. Uns stehen 40 km Autobahn bevor. Hier ist eben alles möglich. Die Polizisten winken uns auch freundlich zu. Die Fahrt ist natürlich nicht so schön und aufregend. Viele Autos, bedeutet Lärm und Abgase. Die Randstreifen sind sehr breit und so müssen wir auch nicht auf der Fahrbahn fahren. 

Nach 40 km kommen wir endlich zum Abzweig 2109 in Richtung Loei. Hier, bei einem kleinen Imbiss, machen wir auch gleich eine Pause. Es gibt Hühnchen (nur Lisa und ich), Klebereis und einen scharfen Papaya-Salat (der bestand wohl zur  Hälfte aus Chili). So kam es  uns vor und wir konnten diesen unmöglich aufessen. Eine kurze Bergetappe und schöne Landschaften entschädigten uns für die Strapazen auf der Autobahn. 

Trotz der Hitze und dem Schlafentzug, schaffen wir heute 96 km und sind in Non Sang, im Nordosten Thailands. In diesem Ort gibt es keine Touristen und alles ist sehr einfach. Bei der Polizei haben wir nach einer Unterkunft gefragt. Prompt wollen sie uns und die Räder auf einen Pick Up verladen und zu einem Hotel fahren. Die Idee war uns aber doch zu aufwendig, also fährt ein Polizist im Unterhemd, aber immerhin mit Dienstwaffe, auf seinem Motorrad vorne weg und führt uns zu einem Hotel. Eigentlich sind es nur ein paar Bungalows, mit kleinem Bad (da ist alles drin, Toilette, Dusche und Waschbecken). Nach dem Duschen schwimmt das Bad, aber wir sind endlich wieder sauber. Pro Person zahlen wir ca. 5,50 €.

Wir sind auf alle Fälle sehr von der Gastfreundschaft und den freundlichen Menschen angetan. Die Sprachschwierigkeiten sind nicht wirklich ein Problem. Nach dem Internetcafe suchen wir ein Restaurant. Ja, der Hunger ist jetzt riesengroß. Doch viel Auswahl haben wir hier nicht. Es bleibt uns nichts anderes übrig eines dieser vielen Garküchen aufzusuchen. Das Glück ist uns wieder mal hold. Darin sitzt eine Thailänderin, die Englisch spricht und gleich alles managt. Doch so einfach machen wir es ihr nicht. Von wegen einfach mal vier Gericht bestellen und fertig. Nein, Marco und Jule sind Vegetarier. Sie hat gleich alles "verstanden" und fragt nach: „Kein Hühnchen und auch kein Schwein?“ Genau so sollte es für die beiden sein. Also nimmt sie beiden mit und zeigt typisch vegetarische Zutaten...z.B. Beef (Rind). Aber das lehnten die beiden ab. Kann ich gar nicht verstehen. Vielleicht hat die Frau gedacht Kühe ernähren sich doch nur von Gras und sind auch Vegetarier. Hier in Thailand sind die so abgemagert, dass man nicht wirklich von Fleisch sprechen kann.

Nun gut, es hat alles geklappt. Lisa und ich bekommen eine Nudelsuppe mit Hühnerfleisch und die beiden bekommen Reis und so eine Masse aus grünen Blättern mit Soße. Geschmeckt hat uns sehr gut. Nach dem Abendmahl fahren wir zurück in unser "Ressorthotel". Die Hunde haben mächtig viel Spaß uns zu erschrecken. Wir sitzen noch einige Stunden draußen, quatschen und genießen die angenehme Abendwärme.

Mit viel Verspätung (3,5 h) kamen wir in Khon Kaen an. Niemand konnte uns so richtig sagen, wie wir zu unseren Rädern kommen. Der Zug hätte wohl eine Haltezeit von 3 Minuten, wo wir uns bei der Aufsicht melden sollten. Dort gab es aber keine Aufsicht und so wurde auch schon das Abfahrtssignal gegeben. Oh Schreck, jetzt kam kurzeitig Panik auf ... wo sind die Raeder?

Nach kurzer Anschwitzphase, sahen wir diese dann am anderen Ende, unbeschadet stehen. Fazit, der Service, ist gut, nur die Verständigung passt nicht immer. Englisch sprechen nicht viele.

Nachdem alles verpackt und reisefertig war, ging es los. Erst mal Frühstück einnehmen. Doch so viel gab es nicht und so begnügten wir uns mit etwas Toast und Bohnen. Nach einem kleinen Umweg, fanden wir aus dieser großen Stadt heraus. Uns standen 40 km Autobahn bevor. Hier ist alles möglich. Die Polizisten winkten uns auch freundlich zu. Die Fahrt war natürlich nicht so schön und aufregend. Nach den 40 km kamen wir endlich zu unseren Abzweig in Richtung LOI. Hier kehrten wir gleich am Straßenrand ein und aßen Hühnchen, Klebereis und einen scharfen Salat (war aber nur die Hälfte Chilli drin). Eine kurze Bergetappe und eine schöne Landschaft entschädigten uns für die Strapazen auf der Autobahn. Trotz der Hitze und dem Schlafentzug, schafften wir heute 96 km und sind jetzt in Non Sang, im Nordosten Thailands. In diesem Ort gibt es keine Touristen und alles ist sehr einfach. Bei der Polizei haben wir nach einer Unterkunft gefragt. Prompt wollten sie uns und die Raeder auf einen Pickup verladen und zu einem Hotel fahren. Die Idee war uns aber doch zu aufwendig, also fuhr ein Polizist in Unterhemd, aber Dienstwaffe auf seinem Motorrad vorne weg und zeigte uns das Hotel. Eigentlich sind es nur ein paar Bungalows, mit kleinem Bad (da ist alles drin, Toilette, Dusche und Waschbecken). Nach dem Duschen schwimmt das Bad, aber wir waren endlich wieder sauber. 

Pro Person zahlen wir ca. 5,50 EUR. Jetzt werden wir uns in einem typisch, thailändischen, lokalen Restaurant stärken.

Morgen wollen wir in Richtung Grenze zu Laos fahren und noch eine Nacht in Thailand verbringen.

Wir sind auf alle Fälle sehr von der Gastfreundschaft und den freundlichen Menschen angetan. Die Sprachschwierigkeiten sind nicht wirklich ein Problem. Da habe ich ja genügend Erfahrung in Sachsen sammeln können ... nee war ein Joke.

Lasst es euch gut gehen, wir machen es auch. ...

Nach dem Internetcafe sind wir in diesem Dorf..Stadt? auf die Suche nach einem Restaurant gegangen. Hunger hatten wir mächtig. Es blieb uns aber nichts anderes übrig eines dieser vielen Garküchen aufzusuchen. Das Glück war uns wieder hold. Darin saß eine Thailänderin, die Englisch konnte und gleich alles managte. Doch so einfach machten wir es ihr nicht, denn Marco und Jule sind Vegetarier. Sie hatte gleich alles "verstanden" und sagte: kein Hühnchen und auch kein Schwein? Genau so sollte es für die beiden sein. Also nahm sie beiden mit und zeigte typisch vegetarische Zutaten ... Beef (Rind). Auch das lehnten die beiden ab. Kann ich garnicht verstehen. Vielleicht hat die Frau gedacht Kühe ernähren sich doch nur von Gras und sind auch Vegetarier. Hier in Thailand sind die auch so abgemagert, dass man nicht erwartet, dass da wirklich Fleisch dran ist.

Nun gut, es hat alles geklappt. Lisa und ich bekamen eine Nudelsuppe mit Hühnerfleisch und die beiden bekamen Reis und so eine Masse aus grünen Blättern mit Soße. Geschmeckt hat alles sehr gut. Nach dem Abendmahl sind wir in unser "Resort" zurück  gefahren. Die Hunde hatten mächtig viel Spass uns zu erschrecken. Wir saßen noch bei 2 Bier einige Stunden draußen quatschten und haben die Abendwärme genossen.

 
03. Januar 2011: Eine Zugfahrt, die ist lustig
Donnerstag, den 17. Februar 2011 um 11:30 Uhr

Die erste Nacht in Bangkok, haben wir gut geschlafen. Wir sind heute erst um 09:00 Uhr wach geworden. Nach dem Frühstück erkundigen wir uns auf dem Bahnhof, wo unser Zug heute Abend abfährt.

Danach wollen wir die Stadt erkunden. Mein Vorschlag, die Stadt mit dem Rad zu erkunden, stößt nicht gleich auf Gegenliebe. Doch wir wollen es probieren. 

Das ist der Wahnsinn! Der Linksverkehr macht die Radfahrt noch amüsanter. Trotz starkem Verkehr kommen wir überall problemlos durch. Die nehmen richtig Rücksicht und wir werden immer mutiger. Nach dem Besuch in einem Kloster und dem Blick auf den Königspalast fahren wir zurück, in unser Hostel. 

Heute waren es 20 Kilometer. Für uns ein erstes Abenteuer und ein guter Test, ob die Räder auch gut funktionieren.  Im Hostel duschen wir uns noch, packen unsere Räder und fahren zum Bahnhof „Hua Lamphong“. Der Bahnhof ist ein sogenannter „Sackbahnhof“ und zgl. der Hauptbahnhof von Bangkok. Von hier fahren  alle Züge ab. Das Eisenbahnnetz in Thailand ist nicht so groß, wie in Deutschland. Die Strecken führen sternförmig zu den wichtigsten Städten des Landes.

Pünktlich, eine Stunde vor Abfahrt des Zuges, sind  wir im Bahnhof und müssen noch eine Fahrradkarte kaufen. Dann geben wir die Räder in unserem Zug nach Khon Kaen, in einem Gepäckwagen ab.

Das Abenteuer Zugfahrt kann beginnen. Schon in Deutschland hatten wir uns via Internet Tickets für den Nachtzug, in der 2. Klasse besorgt. In dem Wagen haben wir jeweils einen Liegeplatz, der von einem Stewart bezogen wird, wenn wir es wollen. Essen bekommen wir auch serviert. Zu den sanitären Anlagen gebe ich lieber keine Beschreibung ab. 

Der Zug fährt pünktlich ab. Man kann es kaum beschreiben. Es wackelt und rumpelt unentwegt. Besonders schnell war der Zug auch nicht gerade. Irgendwann lassen wir unsere Betten beziehen. Vorhang und Augen zu, aber so richtig schläft man nicht ein. Auf einem Schiff, ist es bei Sturm bestimmt ruhiger.

 
01. - 02. Januar 2011: Hurra! Es geht los!
Donnerstag, den 17. Februar 2011 um 11:28 Uhr

Fast pünktlich, um 17:00 Uhr startet unser A 330, ein Air-Berlin-Flieger von  Berlin-Tegel nach Bangkok. Der Flieger war knacke, dicke voll. Zehn Stunden Flug, mit wenig Beinfreiheit und kaum Schlaf  waren natürlich nicht der erstrebenswerte Auftakt unserer Reise. Aber was soll’s, wir haben dann 5 Wochen, um uns von dem Flug zu erholen.

Überpünktlich um 09:00 Uhr Ortszeit (03:00 MEZ) landen wir in Bangkok. Hier sind es gleich mal 34 ° C. Wow, das haut einem fast um, fast 40 ° Temperaturunterschied zu Deutschland. Im Schatten lässt es sich aber aushalten. 

Der Airport ist einfach riesig, alles ist sauber und gut ausgeschildert. Unser Gepäck und auch die Räder in den Radkartons kommen unbeschadet an. Nicht mal der Zoll wollte was von uns wissen. Am vereinbarten Ausgang wartet schon unser bestellter Fahrer. Jetzt sind wir gespannt, wie er die 4 großen Kartons in seinem Toyota Kleinbus transportieren wird. Aber für ihn keine unlösbare Aufgabe. Zwei Kartons werden liegend auf dem Dach verzurrt und zwei  Kartons werden über die letzten Sitzlehnen geschoben. Für uns bleibt auch noch Platz und schon kann losgehen. 

Wir sind ca. eine Stunde die 40 km gefahren, weil der Fahrer nicht auf Anhieb unser bestelltes Hostel "Siam Classic" (Innenstadt, nähe Hauptbahnhof) fand.  Uns war es egal, so bekommen wir auch gleich die Stadt und viele kleine Gassen gezeigt. 

Da wir noch nicht gleich einchecken können, packen wir die Räder aus. Obwohl die Kartons etwas gelitten haben, sind die Räder in Ordnung. Die Zimmer sind auch o.k. Jeder bezahlt umgerechnet. 11 Euro. Nach dem Duschen und Packen der Radtaschen, erkunden wir die Stadt. Wir fahren mit einem Taxi zu der von Touristen beliebten Khaosan Road. Hier gibt es unzählige Geschäfte, Restaurants, Händler...na eben alles, was einen Touristen glücklich macht.  Wir stürzen uns also übermüdet, wie wir sind, in das Getümmel, essen was und wandern noch durch die Straßen.  In jeder Seitenstrasse gibt es unzählige Garküchen. 

Für uns ist 22:00 Uhr Schicht im Schacht, wir sind müde und wollen nur noch schlafen.

 
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