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Erlebnisbericht unserer 2. IPA- Leipzig Radtour auf dem Elbradweg von Magdeburg nach Torgau
Montag, den 18. August 2008 um 08:48 Uhr
Erlebnisbericht unserer 2. IPA- Leipzig Radtour auf dem Elbradweg von Magdeburg nach TorgauDie 2. IPA Radtour wurde vom  01. bis 03. August durchgeführt. Das Interesse an dieser schönen Tour entlang der Elbe hielt sich leider in Grenzen. Aber nichts desto Trotz trafen sich die IPA-Mitglieder und Freunde (Ingolf Hering, Mario Michael und Frank Benkwitz) am Freitag den 01.08., um 16:30 Uhr auf dem Leipziger Hauptbahnhof. Voller Vorfreude ging es erst mal mit dem Zug nach Halle und weiter nach Magdeburg. In Magdeburg war der Weg zur Elbe nicht weit und der Elbradweg war schnell gefunden. 
 
Es rollte wunderschön, also ließen wir es auch rollen und wir wollten erst nach Schönebeck eine Unterkunft suchen. Diese Entscheidung wäre uns aber beinahe teuer zu stehen gekommen. Wie aus dem Nichts zog ein Unwetter auf. Es begann mit Sturmböen. Armdicke Äste der  angrenzenden Pappeln flogen auf den Radweg und wir hatten Mühe den Ästen in der Luft und auf dem Weg auszuweichen. Unterstellmöglichkeiten gab es auf den nächsten 5 km nicht. Kurz vor der Ortschaft Ransien setzte peitschender Regen ein und wir waren klitschnass. In der Ortschaft waren die Menschen sehr hilfsbereit. Sie boten uns eine trockene Unterstellmöglichkeit an, die wir auch gern nutzten. Als das Unwetter nicht mehr die Stärke hatte, zeigte uns ein Anwohner einen Gasthof mit gemütlicher Pension. Dort bekamen wir nicht nur 2 tolle Zimmer und einen trockenen Platz für unsere Räder, sondern der Küchenchef ließ für uns die Küche länger geöffnet, damit wir was speisen konnten. In der Gaststube lernten wir auch den Maler und Aufschneider Dave kennen. Von ihm erfuhren wir den neuesten Dorfklatsch und das wir unbedingt seinen Freund Matthias kennen lernen sollten, wenn es uns noch mal in diese Gegend zieht. Irgendwann war auch dieser lustige Abend vorbei.
 
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Am nächsten Tag ging es nach einem zünftigen Frühstück wieder auf den Elbradweg. Der Himmel war bedeckt, aber es blieb trocken. Unsere Wäsche und Schuhe baumelten übrigens zum Trocknen am Fahrradlenker. Sah lustig aus, fehlten bloß noch die Kopftöpfe. Unterwegs sahen wir das Ausmaß des Sturmes, der z.t. ganze Bäume herausgerissen hatte. Wir trafen sehr viele interessante Menschen auf unserem Weg. Da war z.B. ein Ehepaar aus Hannover, die die Elbe von Dresden nach Magdeburg radelten und uns viele wichtige Tipps gaben. Oder in Aken ein Einheimischer, der uns sagte, dass es in der angrenzenden Imbissbude die beste Bockwurst weit und breit gibt. Das mussten wir gleich mal testen. Schmeckte eben nach Bockwurst. Der Mann, ich nannte ihn Klaus, erzählte uns viele wichtige Begebenheiten in und um Aken. Letzte Woche war z. Bsp. ein Holländer in Aken und hat einen Honda gekauft, weil es dort der beste Autohändler weit und breit ist. Das wollten wir aber nun nicht auch noch testen. 
 
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Es ging dann weiter vorbei am Wörlitzer Park, über die Elbe, neben der Autobahnbrücke  A 9 nach Coswig und in die Lutherstadt Wittenberg. Die Sonne war nun vollständig draußen, so dass wir uns im Zentrum  von Wittenberg einen Eisbecher genehmigten. Da es noch nicht spät war, beschlossen wir weiter bis Elster zu fahren. Dort waren aber alle Pensionen restlos ausgebucht, weil es dort einen Polterabend gab. Wir hätten auch zu gerne mitgepoltert, aber wir mussten weiter, um ein Quartier zu finden. Im nächsten Ort hatten wir nach 115 km Tagestour mehr Glück. Im „Landgasthof  Sonneneck“ gab es viele freie Zimmer und eine sehr empfehlenswerte Küche. Bis spät Abends hielten wir es im Biergarten aus. 

Erlebnisbericht unserer 2. IPA- Leipzig Radtour auf dem Elbradweg von Magdeburg nach TorgauDer Sonntag startete auch wieder mit einem reichlichen Frühstück. An diesem Tag hatten wir ordentlichen Wind aus westlicher Richtung, aber es war sonnig. Wir waren dieses mal schneller Unterwegs und erreichten nach 55 km Torgau. Dort genehmigten wir uns einen kleinen Imbiss. Bei manch einem heißt kleiner Imbiss auch „Rehrücken mit Preiselbeeren“. Nach einer zünftigen Pause verabschiedeten wir uns von der Elbe und es ging nun auf wenig befahrenen Straßen über Schildau nach Wurzen. Hier bekamen wir den Wind ordentlich von vorne ab. Die 40 km bis Wurzen waren noch mal eine richtige Herausforderung. 

In Wurzen fuhren die 2 Leipziger mit der S-Bahn nach Hause. Ich kämpfte noch weiter mit dem Wind, bis ich dann nach 130 km daheim in Neukirchen bei Borna war. Diese Tour war für uns drei eine sehr gelungene Tour. Ich kann den Elbradweg wärmstens empfehlen. Der Weg war sehr gut ausgebaut und vor allem gut ausgeschildert. Er verläuft nicht immer in Sichtnähe der Elbe, sondern er führt durch Wissen, Auen, Wälder, Dörfer und Städte.

Am Ende hatten wir 230 km bzw. 280 km auf den Tacho stehen. Aber es kommt nicht auf die Kilometer an, sondern auf die Erlebnisse während einer Tour und davon hatten wir reichlich. 

Servo per Amikeco
Frank Benkwitz
 
Erlebnisbericht unserer 2. IPA- Leipzig Radtour auf dem Elbradweg von Magdeburg nach Torgau 
 
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