03. Februar 2011: Irrweg Küstenradweg!

26. Etappe: Irgendwo an der Küste - Rayong ; Tages-Km:  132;  Gesamt: 2764 km

Morgens werde ich vom Wellenrauschen wach. Ich nehme ein Bad im Pool, packe meine sieben Sachen und frühstücke. Es gibt richtig viel zum Frühstück und ich habe noch nicht mal alles geschafft. Das muss was bedeuten.

Die Fahrt ist Anfangs wunderschön. Immer entlang der Küste, mit ein paar steilen Anstiegen. Nach 30 km habe ich erst mal realisiert, wo ich überhaupt bin und wo das Resorthotel liegt. Da bin ich gestern anstatt in südwestliche Richtung, im großen Bogen nach Süden gefahren. 

Die Küstenwege sind heute nur in Thai ausgeschildert und die Karte gibt auch nicht so viel her. Das heißt, das ich einige Abschnitte 2 mal "genießen" kann, da es oft Sackgassen waren. Ist ärgerlich, wenn man wieder 10 km mehr zu fahren hat. Man kann auch fragen, wo man will, die Leute können keine Karte lesen und englisch spricht auch keiner.

Irgendwann hatte ich die Schnauze voll und  bin 50 km auf einer Hauptroute, mit viel Verkehr gefahren. Heute haben es etliche Hunde auf meine Waden abgesehen. Habe sogar mal mit meiner Wasserflasche drohen müssen, wenn mein Brüllen nichts gebracht hat. 

Kurz vor Rayon wage ich noch mal einen Abstecher zur Küste. Eigentlich wollte ich hier Schluss machen. 110 km sind wohl genug. Doch hier ist es grottenhässlich (dreckige Strände, Bettenburgen, Hotelruinen und null Flair). So fahre ich weiter, bis nach Rayong. Das ist eine große Stadt an der Küste mit viel Industrie. Die Hotelsuche ist heute auch nicht so einfach. Hier steht alles in Thai-Schrift. Aber nach vielen hin - und herfahren, habe ich ein gutes Hotel gefunden. Es ist schon 17:00 Uhr. ich kaufe noch schnell was im Supermarkt ein, gehe was essen, verbringe eine Stunde im Internetcafe und mache heute einen Fernsehabend. Lange bleibe ich jedoch nicht munter. Morgen will ich noch mal sehr zeitig aufstehen.

Bis Bangkok sind es noch 175 km. Werde morgen weiter die Küste abradeln (aber nur Hauptrouten) und versuche dann irgendwo einen Transport zu organisieren. Wenn ich nichts bekomme, werde ich erst Samstag in Bangkok eintrudeln. Diesen Tag habe ich ja noch als Puffer.

 
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