28. Januar 2011: Phnom Penh ist eine Reise wert!

Aufenthalt in Phnom Penh

Die Nacht musste ich mich noch mit Mückenabwehrspray Eindieseln, da es in dem Zimmer von Moskitos wimmelte. 

Kurz vor 09:00 Uhr bin ich wach. Mir ist die Behausung, mit dem verschimmelten Bad so ekelig, dass ich Marco frage, ob wir uns was anderes suchen. Nach dem Frühstück haben wir eine Strasse weiter ein schönes Guesthouse gefunden. Hier ist es sehr groß, sauber und wir haben ein richtiges Fenster, nicht wie in  der schmuddligen Herberge mit nur 2 Milchgläsern. 

Nach dem Umzug wollen wir uns heute dem dunkelsten und traurigsten Abschnitt in der Geschichte Kambodschas widmen. Wir bekommen einen sehr netten Fahrer. Der fährt uns für 15,-$  auf seinem Roller 15 km außerhalb von Phnom Penh. Ja, wir sitzen zu dritt auf der Bank und lassen uns durch die Stadt fahren. Wow, macht das Spaß. Die bewegen sich hier fast ohne Verkehrsregeln. Man hat das Gefühl, es sind alles Fische, die im Wasser schwimmen. Auf der Fahrt zu den "Killing Fields"  zeigt er uns die wichtigsten Gebäude, dieser modernen und jungen Stadt. Er erklärt uns auch, was es mit den Killing Fields auf sich hat. 

Hier wurden zu Zeiten der Roten Khmer unter Pol Pott viele Millionen Menschen grausam abgeschlachtet und in Massengräbern verschart. Dazu gehörten nicht nur Männer, sondern auch Frauen, Kinder und Babys. Vor allem auf die Intellektuellen hatten man es abgesehen und all denen, die gegen die neue Macht waren. Ich will hier nicht weiter ins Detail gehen. Nach dem Besuch der Gedenkstätte werden wir  wieder zurück nach Phnom Penh gefahren. Wir besuchen das Museum „Tuol Sleng“ . Eigentlich war es mal eine Schule, doch zu Zeiten der Roten Khmer wurde es zum schlimmsten Gefängnis, wo die Menschen wie Vieh gehalten wurden, sie wurden gefoltert und dort getötet. Viele Menschen wurden von dort auch direkt zu den Killing Fields transportiert und getötet. Hier sind u.a. unzählige Originalbilder von Häftlingen, Folterinstrumente und  Zeichnungen ausgestellt. 

Nach den Besuch der Gedenkstätten, staunt man, wie schnell sich die Menschen von der Schreckensherrschaft erholt haben. Sie mögen zwar nicht die Chinesen, die Pol Pott unterstützten, aber sie in Kambodscha geduldet.

Marco möchte heute unbedingt in den Genuss einer Massage kommen. Also haben wir ein Tuck-Tuck angehalten und sind wieder in  das Massagestudio gefahren. Das Ambiente kann durchaus mit westlichen Standart mithalten. Drinnen riecht alles nach solchem Aromazeug. Erst mal werden uns die Füße gewaschen, obwohl wir anständigerweise vorher geduscht haben. Wir sind beide im gleichen Raum und ich bekomme, wie schon einen Tag zuvor zwei Masseuse gestellt. Das nennt man "Vier Hände". Eine massiert die Beine und die andere die Arme bzw. den Oberkörper.  In den 2 Stunden werden wir so richtig durchgeknetet, verbogen und gedehnt. Am schlimmsten ist das Durchkneten der Waden. Aber wir halten alles tapfer aus. 

Marco hat nicht so viel Glück mit seiner Masseuse, die mehr seine Beine massiert, als seinen verspannten Rücken und Nacken. Ich bezahle am Ende den gleichen Preis, wie Marco (12,-$). Nach der Massage ist es schon spät und wir verzichten auf die Besichtigung des Bahnhofes. Lieber genehmigten wir uns noch ein Bier auf der Dachterrasse unseres Hotels mit Blick auf den See, die Stadt und einer riesigen Moschee vor dem Hotel.


 
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