25. Januar 2011: Faulenzen in Kratie!

Stung Treng - Kratie (Busfahrt)

Da der Bus heute schon 07:15 Uhr abfahren soll, sind wir um 05:30 Uhr aufgestanden. Dieser Bus ist  etwas besser, als der letzte lokale Bus. Auch die Reisenden müssen sich nicht übergeben.

Die Fahrt führt durch trostlose, flache Landschaften mit vielen Straßenbaustellen. Ich bin froh, dass wir das mit dem Rad erspart haben. Nach zwei Stunden Fahrt sind wir in Kratie und es sieht hier schon etwas schöner aus. Erst mal suchen wir uns ein Zimmer. Dann laufen wir zu Fuß durch die Stadt. Bei der Hitze ist es unangenehmer, als Radfahren. Auf dem hiesigen Markt, wo es so ziemlich alles zu kaufen gibt, machen wir auch einen Rundgang. Doch kennst du einen Markt, kennst du alle. Es reißt mich nicht mehr vom Hocker. Das einzige gute daran ist, dass der Markt überdacht ist und es ist nicht so heiß ist. Am Mekong gibt es ein paar Händler und was zu trinken oder essen. Hier hält man es aus und hat einen schönen Blick auf den Mekong und die gegenüberliegende Insel.  Mit zwei Schweizer Motorradfahrern kommen wir ins Gespräch.

 Irgendwie haben wir keine Lust, noch irgendwo hinzuradeln. Also machen wir uns heute mal einen ganz faulen Tag und gönnen uns ein Mittagsnickerchen. Das haben wir uns auch mal verdient, oder? 

Den faulen Tag verbringen wir später noch am Mekong bei frisch gemixten Fruchtshakes und bei Kokosmilch aus der Kokosnuss. Nachmittags ziehen immer ein paar Wolken auf und es ist nicht mehr so heiß. In Kratie gibt es noch sehr viele schöne französische Kolonialbauten, da die Stadt in den Zeiten der Roten Khmer nicht zerstört wurde. Doch die meisten Häuser verfallen und es sieht auch sehr dreckig in den Strassen aus. Nach Kratie kommen viele Touristen. Nicht etwa wegen den alten Häusern. Nein, sie  lassen sich auf den Mekong rausfahren und jagen mit Schnellbooten den hiesigen, vom Aussterben bedrohten Delphinen hinterher. Für solche Aktionen haben wir weder Verständnis, noch Geld übrig.

Bisher hat uns Kambodscha nicht so gut gefallen. Die Leute sind etwas zurückhaltender, aber freundlich. Schöne Ecken haben wir noch nicht viele gesehen, bisher waren die Straßen und Städte stinklangweilig. Aber vielleicht ändert es sich noch.

Abends sitzen wir noch auf dem Balkon unseres Hotels. Es ist ein schönes, gepflegtes  französisches Kolonialhaus.

 
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