23. Januar 2011: “Viertausend Inseln“, Inselhopping!

Heute ist unser Ruhetag und es soll ein richtiger Faulenzertag werden. Endlich können wir wieder ausschlafen und ich bin kurz vor 09:00 Uhr wach. Zunächst muss ich noch meinen Schlauch wechseln. Ich habe mir gestern einen dünnen, ca. 4 cm langen Drahtstift eingefahren. Jetzt ist wieder alles in Ordnung. 

Nach dem Frühstück (boah, schon wieder was von essen geschrieben), sind wir quer über die Hauptinsel gefahren. Es waren nur 9 km, aber wir haben uns richtig Zeit gelassen. Viel angehalten und den Reisbauern bei der Arbeit zugesehen. Mitmachen wollen wir nicht, ist uns zu schlammig. Auf der Ostseite, der Insel Don Khong soll eigentlich eine Bootsregatta sein. Doch Pustekuchen. Auch gut, fahren wir also bis zum südlichen  Zipfel. Dort setzen wir mit einem Boot ...oder Minifähre???... auf die langgezogene Insel „Don Som“ über. Hier gibt es keine, aber auch wirklich keine Touristen. Auf schmalen Feldwegen, durch Reisfelder, über wackelige Brücken und durch kleine idyllische Dörfer fahren wir die Insel von Norden bis zum Süden durch und das bei 39 Grad C, da wird es uns ganz schön warm. Das Dorfleben haben wir noch intensiver erleben können, eben nicht nur von der Strasse aus. Die Wege führen z.T. über die Grundstücke. Am Ende der Insel fahren wir ganz nah am Mekong entlang. Frauen waschen ihre Wäsche in dem recht klaren Wasser, Kinder baden darin und viele Fischer in Booten versuchen ein paar Fische zu fangen. Es war so schön, so ruhig, dass man glaubt, hier ist die Welt in Ordnung. Ist sie bestimmt auch für die Menschen, die eigentlich nur lächeln und winken. Kinderscharen kommen zu uns gerannt, wenn wir mal anhalten und ich habe meine liebe Not die Bonbons zu verteilen. Da verliert man auch mal den Überblick, welchen kleinen, dreckigen Händchen ich noch nichts gegeben habe. Aber die Idylle währte nicht lange. Wir setzen auf die kleine Partyinsel „Don Det“ über und wollten am liebsten gleich wieder weg. Alles dient hier nur dem Zweck, jeden Touristen so viel Geld wie möglich aus den Taschen zu ziehen. Es gibt auch „Happy Meals“ (irgend was mit Drogen). Bin ich froh, dass wir hier nicht abgestiegen sind. Wir bleiben auch nicht lange und da es spät ist (15:45 Uhr), müssen wir den Rückweg planen. Weiter nach Süden zu fahren, hätte die Folge, dass es dunkel wird. Im Dunkeln fahren jedoch keine Boote mehr. Wir suchen und bekommen ein Boot.  Die 1,5 h Bootsfahrt für nur 5 $ pro Nase sind super beeindruckend. Die Sonne geht langsam unter. Die vielen Dörfer und Inseln werden in ein warmes Abendrot getaucht. Die Fischer werfen ihre Netze aus, die Kinder spielen und baden am Ufer. Diese beeindruckenden Bilder saugt man so richtig auf und hofft, das diese nie wieder gelöscht werden. Nach der Fahrt meint Marco, er hätte nur 1000 Inseln gezählt.  Vielleicht hat er recht, immerhin haben wir nur ein Viertel gesehen. 

Wir werden direkt in Mung Khong abgesetzt und genießen noch die paar Stunden hier. Es waren heute nur 30 km mit dem Rad. Morgen wollen wir Laos verlassen und nach Kambodscha fahren.

 
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