22. Januar 2011: Voll dreckig!

17. Etappe: Champasak – Muang Khong (4000 Inseln) ; Tages-Km: 116; Zeit: 5:21 h; Durchschnitt: 21,69 km/h; Gesamt: 1714 km

Wir stehen heute auch früh auf und genießen ein tolles Frühstück in dem Guesthouse. 

Wir beschließen die wenig befahrene Strecke, rechts am Mekong zu fahren. Die Strecke ist wirklich authentisch. Irgendwann ist die Straße nur noch eine unbefestigte, trockene, sandige Lehmpiste. Die wenigen Fahrzeuge, die fahren, hüllen uns und die Räder in eine feine Staubschicht ein. Ach, wie halten es hier nur die Menschen aus. Auch hier sind die Leute unheimlich nett. Jede Pause, bei Cola und Toast mit Bananen, verbringen wir eigentlich in ihrem Wohnzimmer, denn der Shop ist auch gleichzeitig ihr Wohnraum im Freien. Wenn  bloß nicht dieser Staub wäre, könnten wir bestimmt noch eine Weile auf der schönen Strecke. Nach 50 km Staupiste wollen wir nur noch auf Asphalt und setzen  in einem winzigen Fischerboot, auf die andere Seite des Mekong über. Die folgenden 60 km auf der Hauptroute sind total langweilig, nur geradeaus und nicht viel zu sehen. Wir machen noch 2 kurze Pausen. Wo ich Bonbons kaufe und diese an die vielen Kinder verteile. Marco kümmert sich um die Straßenhunde und versucht diese, mit Toastbrot auf vegetarische Kost umzustellen. Klappt aber nicht immer. 

Heute ist es leicht bedeckt und daher bei 30 Grad recht angenehm. Endlich, kurz vor 16:00 Uhr  sind wir bei den 4000 Inseln. Auch hier setzen wir wieder mit einer Fähre, Marke Eigenbau und schön wackelig, zur Insel Don Khong über. Wir sehen die vielen großen und kleinen Inseln. Es ist ein Traum und ich hätte mich geärgert, wenn wir nicht hier her gefahren wären. Ein nettes Guesthouse ist schnell gefunden. Auch hier wird englisch gesprochen. Nach dem ersten kühlen Bier, machen wir uns daran unsere verdreckten Räder zu entstauben. Wir dürfen auch den Wasserschlauch vom Guesthouse nutzen. Ich glaube, ich habe einen kaputten Schlauch. Na kein Wunder, bei der Piste. Die Luft entweicht langsam. Unsere verdreckten Sachen lassen wir in einer Wäscherei reinigen. Ich habe keine Lust die verdreckten Sachen, unzählige Male im Waschbecken zu spülen. Es reicht, wenn wir uns heute mehrfach einschäumen müssen, um wieder sauber zu werden.

Im Restaurant, auch wieder am Mekong, essen wir wieder 2 Portionen und treffen das Schweizer Ehepaar aus Ponsavan. Es gibt viel zu erzählen. Vielleicht kreuzen sich unserer Wege noch einmal. Die Welt ist ja bekanntlich klein. 

Morgen machen wir hier einen Ruhigen und erkunden die Inseln mit dem Rad, vielleicht auch mal mit den Booten.

Wenn ich viel von unserer Nahrungsbeschaffung und vom Radfahren schreibe, dann ist es auch das, was hier am meisten machen. Wir sind ja auch wegen dem Radfahren hier und dazu gehört auch essen. Doch all die vielen Eindrücke, die wir während der Radfahrt haben, sind viel mehr, als wie ich es schreiben könnte. Viele Erlebnisse und Eindrücke müssen wir auch erst mal verarbeiten. Alles kann ich gar nicht berichten, sonst würde ich die ganze Nacht hier im Internetcafe sitzen. 


 
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