18. Januar 2011: Es wird immer wärmer

13. Etappe: Nakhon Phanom -  Mukdahan; Tages-Km:  114; Zeit: 5:05 h; Durchschnitt: 22,21 km/h; Gesamt: 1271 km

Ich habe ja das Lied versprochen (Melodie aus "10 kleine Negerlein"):

"Vier kleine Radfahrer"

Vier kleine Radfahrer, die machten einen Radtourtrip,
die Lisa, die stürzte schwer,
da waren sie sie nur noch zu Dritt.

Drei kleine Radfahrer, die kamen 20 km weit,
die Jule rammte einen LKW,
da waren sie nur noch zu Zweit.

Zwei kleine Radfahrer, die gaben auf sich Acht,
sie fahren noch bis zum Februar
und hoffen, dass es nicht mehr kracht.

Vier kleine Radfahrer, die wollten in die Region mit Reis,
die Geschichte kennt ihr ja schon,
zwei bezahlten einen hohen Preis.

Genug mit Poesie. Hier der heutige Tag.

Heute gibt die Sonne gleich alles. Es ist super warm. Also dick Sonnencreme auftragen und los geht es. Als erstes müssen wir was zum Beißen finden. Nudelsuppe soll es nicht sein. Also essen wir in einem Schickie-Mickie-Cafe’ Kuchen, bis er uns aus den Ohren herauskommt.

Die Strecke ist anfangs flach, wie ein Teller. Es gibt viele Reisfelder. Die sehen aus, wie mehrere, aneinander gereihte Fußballfelder, nach einer Überschwemmung. Die Hitze meistern wir ganz gut und es wird auch mal hügelig. Ca. 30 km vor unserem heutigen Ziel machen wir eine letzte Pause. Bis dahin hat jeder sein eigenes Tempo gefunden und wir treffen uns immer wieder bei den Pausen. Marco fährt meist vorne mit seiner hohen Trittfrequenz und ich suche mein eigenes Tempo. Diese Fahrweise ist echt entspannend. Gegenwind haben wir heute nicht. 

Nach der Pause sind es ja nicht mehr zu viele Kilometer und so gebe ich Gas. Immer schön nach dem Motto: Wenn das Ende naht, macht der Benki Fahrt.

Um 16:00 Uhr sind wir in Mukdahan und finden auch gleich ein schönes Hotel in der Innenstadt. Die Leute sind so freundlich und haben sogar unser Gepäck nach oben getragen. Die Zimmer werden immer größer und wir bezahlen immer weniger Geld. Heute sind es  nur 350 Baht für das Zimmer, also unter 10 Euro.

Marco fragt mich, ob ich einen Termin hatte, weil ich so schnell gefahren bin. Aber ihn hat es auch Spaß gemacht, noch mal richtig Gas zu geben.

Übrigens meint ja Marco, dass ich der nächste wäre, den was passieren müsste (falls es geschieht), weil ich bisher verschont geblieben bin. Doch ich muss ihm wiedersprechen, ich habe schon 3 x geniest, gehustet und einen leichten Sonnenbrand hatte ich auch schon. O.K. es reicht nicht für das Krankenhaus, aber da will ich auch nicht hin, da passe ich auf mich auf.

Nach dem Duschen essen wir am Mekong (leider war der Mekongfisch nicht mehr zu haben) und laufen danach noch durch die Stadt. Aber auch hier wird alles nach 19:00 Uhr verschlossen. 

Nach dem Internetcafe trinken wir noch ein  Bier  am Mekong. Die Mineralstoffen müssen ja auch irgendwie wieder in den Körper gepumpt werden. Gegenüber ist die Stadt Savannagh/Laos. Dort ist wirklich richtig viel Musik zu hören. Aber wir vermissen nicht das laute Touristenleben.

 
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