13. Januar 2011: Vientiane ist so langweilig!

Gegen 07:15 Uhr klopft es an unserer Zimmertuer. Wir haben noch geschlafen und werden so aus den Schlaf gerissen. Es kann ja nur Jule sein, die in Vientiane angekommen ist. So ist es auch. 

Wir treffen uns beim Frühstück. Welch ein Luxus, dieses Hotel bietet Frühstück an. Zum Frühstück gibt es aber auch nur 2 Toast, 2 Spiegeleier und etwas Marmelade, dazu noch einen Kaffee. Aber heute brauchen wir keine Grundlage schaffen. Jule erzählt uns von dem Unfall.

Der Unfall geschah auf der Fahrt nach Luang Prabang. Es ging Kurvenreich bergab und die Straßen waren Regennass.  Jule, die weiter vorne fuhr, hat es nur noch knallen gehört und sah Lisa bewusstlos auf der Strasse liegen. Nachdem Lisa wieder zu Bewusstsein kam, wusste sie nichts mehr von dem Unfall und fragte wo Marco und Frank sind (wir waren wie beschrieben auf dem Weg nach Phonsavan). Lisa hatte eine ganz große Beule an der Stirn. Das eine Auge war verquollen und sie sah alles doppelt.  Ein Bus hat Lisa nach Luang Prabang mitgenommen und ins dortige Krankenhaus gefahren. Sie wurde untersucht und ihr wurde abgeraten, die nächsten Wochen mit dem Rad zu fahren. Eine genauere Untersuchung soll aber  in Bangkok erfolgen. Lisa will uns dann eine Mail schicken.

Lisa hatte zwar einen Helm dabei, jedoch setzte sie diesen nie auf und hatte ihn auch bei dem Unfall in ihrer Tasche.

Jule hat sich nach dem Unfall um die Sachen von Lisa gekümmert. Ein LKW-Fahrer, der auch Zeuge des Unfalls war, zockte für die Mitnahme gleich mal 10,- Euro ab. Das ist für die Verhältnisse hier sehr viel.

Nun sind wir zu dritt und haben uns heute einen gemütlichen Tag in Vientiane gemacht. Endlich wieder Wärme. Als erstes haben wir unsere Sachen in einer Wäscherei abgegeben. Mit Expresszuschlag bis heute 17:00 Uhr hat mich das gleich mal 9,- Euro gekostet. Vientiane ist eben nicht billig. Dann haben wir unser Glück in einer Bank versucht. Es ist immer Glückssache, ob eine EC-Karte oder  Kreditkarte anerkannt wird. Wenn die EC-Karte geht, heißt es noch lange nicht, dass sie beim nächsten auch funktioniert. Auch die Höhe der Auszahlungen schwanken zwischen 50 Euro bis unbegrenzt. Danach sind wir noch auf der Suche nach einen Helm für Jule. Das ist hier fast aussichtslos. Einen Mopedhelm könnte sie an jeder Straßenecke bekommen. Gegen Mittag putzen wir unsere Räder. Das war aber auch nötig.

Die Stadt selbst, ist klein und übersichtlich. Viel kann man hier nicht anschauen. Eigentlich ist die Stadt nur eine Durchgangsstation für die Backpacker, die in den Norden wollen.

Morgen wollen wir entlang dem Mekong nach Süden fahren. Der Weg ist unser Ziel. Wir sind schon ganz süchtig, wieder auf unserem vollgepackten Rad zu sitzen. 


 
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