10. Januar 2011: Hüttenromantik am See

7. Etappe: Phon Khoun – Nong Tang; Tages-Km:  91; Zeit: 5:54 h; Durchschnitt: 15,97 km/h; Gesamt: 721 km

Heute bin ich recht gut ausgeschlafen. Draußen ist es um 06:30 Uhr schon richtig laut. Es herrscht dicker Nebel und es ist ungemütlich kalt. 

Nach dem Packen verabschieden wir uns von Lisa und Jule. Noch eine Nudelsuppe als Frühstück, muss wohl als Grundlage für den Tag reichen.

Zwei Radfahrer berichten uns, dass die Strecke auch sehr bergig ist und dass Phonsavan 130 km entfernt ist. Nach ca. 90 km soll es aber ein Guesthouse geben. Wir beschließen bis nach Nong Tang zu fahren. Die Nebelfahrt macht nicht wirklich Spaß. Die Anstiege sind heftig steil, aber nicht so schlimm, wie den Tag zuvor. Die Dörfer sind an Einfachheit nicht mehr zu Toppen. Die Menschen sind freundlich, aber recht armselig gekleidet. Nun gut, wir sehen auch nicht besser aus. Nach etlichen Kilometern haben wir den Nebeldunst hinter uns und es zeigt sich wieder die Sonne. Die Sonne verleitet uns wieder kurzärmelig zu fahren. Gegen 15:30 Uhr erreichen wir Nong Tang. Ein etwas gepflegteres Dorf an einem braunem See. Das Guesthouse besteht aus mehreren winzigen, einfachen Holzhütten, ohne Fenster, direkt am See. Ist das nicht Romantik? Drinnen steht nur ein Bett und hinter eine Holztür befindet sich ein Loch und ein Wassereimer. Das ist wohl unser WC. Ich habe mich mittlerweile an die einfachen WC's gewöhnt. Für die Verhältnisse ist es recht sauber. Besser als das Guesthouse in Phon Khoun. Wir nehmen jeder eine Hütte für jew. 5,- Euro (500000 Kip). Duschen können wir draußen, an einem Wasserhahn. Also kippe ich mehrere Schöpflöffel mit kaltem Wasser über mich. Auch daran gewöhnt man sich. Ach, wie freue ich mich auf eine warme Dusche und ein Sitzklo.

Im Ort finden wir ein Restaurant, wo wir leckere Nudelsuppe essen. Die sättigt ungemein. Auf der Terrasse halten wir es nicht lange aus, es wird empfindlich kühl und wir gehen schon um 21:00 Uhr schlafen.

 
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